Nach den überraschenden Gipfel-Ergebnissen letzter Woche kippt auch die Stimmung in Deutschland

  • Eine Mehrheit der Deutschen lehnt die milliardenschweren Rettungspakete ab und hält sie für völlig sinnlos.  Die größte Angst haben die Deutschen vor einer deutlichen Preissteigerung, also der drohenden Inflation. [aktuelle Umfrage von Spiegel Online]
  • Neben den schon existieren Initiativen gegen den Euro-Rettungswahnsinn, hat heute der medienpräsenteste Ökonom, Ifo-Chef Hans-Werner Sinn, die Bürger zum Widerstand aufgerufen. Gemeinsam mit rund 170 weiteren Wissenschaftlern appelliert er an die Kanzlerin den Kurs zu ändern. „Es sei schlechterdings unmöglich, die Steuerzahler, Rentner und Sparer der bislang noch soliden Länder Europas für die Absicherung der Schulden der anderen Länder in die Haftung zu nehmen." 
  • Entsprechend rücken langsam aber sicher immer mehr führende Politiker von der Linie der Kanzlerin ab.  CSU-Chef Seehofer, FDP-Generalsekretär Döring und auch die SPD-Spitze haben angekündigt die Ergebnisse des letzten Gipfels nicht mehr ohne weiteres mitzutragen.

Auch in der Finanzwelt nimmt die Spannung zu

  • Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins erstmalig in der Geschichte auf unter ein Prozent gesenkt (von 1,0 auf 0,75 Prozent). Damit möchte die Bank verhindern, dass Europa weiter in Richtung Rezession schlittert und die europäische Rekord-Arbeitslosigkeit weiter zunimmt.  Sie riskiert dabei, dass die Inflation Fahrt aufnimmt und zukünftig mit „Schwung aus der Ketchup-Flasche“ fließt.
  • Die Spekulationen nehmen zu, dass Slowenien in naher Zukunft als weiteres Land unter den Rettungsschirm schlüpft. 
  • Portugal bekommt mit weiteren vier Milliarden Euro die fünfte Kredittranche aus dem Rettungsschirm.  Alleine für Portugal bürgt Deutschland in der Summe mit 12,3 Milliarden Euro. Insgesamt wird geschätzt, dass Deutschland schon heute mit mindestens 310 Milliarden Euro für die Euro-Rettung haftet.

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