32 Feuer in Sizilien, Waldbrände auf den kanarischen Inseln, großer Waldbrand in Bulgarien, Trinkwasserknappheit in ganz Südosteuropa, so lauten die Schlagzeilen in diesem Sommer. Daneben bebt die Erde, wie gerade erst im Iran, wo über 220 Menschen ums Leben gekommen sind.
Zudem toben heftige Kriege, die oft mit dem beschönigenden Begriff „Konflikt“ umschrieben werden. So wie der „Syrien-Konflikt“, bei dem Menschen sinnlos sterben.

Schreckensgespenst Finanzkrise

In Deutschland scheint es uns allen gut zu gehen. Katastrophenbilder sehen wir nur im Fernsehen, wobei wir gemütlich im Sessel sitzen und mechanisch zu Kartoffelchips greifen.
Das einzige Schreckensbild, das wir vor Augen haben, heißt „Finanzkrise“. Doch spürbar ist diese Krise nicht. Aber ganz ehrlich: kann die ganze Welt von Katastrophen heimgesucht werden – und nur wir sitzen auf der Insel der Seligen? Oder aber sind diese Katastrophen nur Vorboten einer viel größeren? Sind es gar die Vorboten des vorausgesagten Weltendes? Hatten die Maya-Priester doch Recht, wenn sie behaupteten, dass am 21. Dezember dieses Jahres die Welt untergeht?

Der Weltuntergang als einzige Rettung

Auf unsere Finanzkrise hätte ein solcher Weltuntergang nur die besten Auswirkungen, jedenfalls laut Spiegel Online. Denn dort wird prophezeit, dass die Schuldenkrise mit einem Schlag zu Ende wäre, denn man müsste sich über den Kurs von Spaniens Zehnjahresanleihen keine Sorgen mehr machen. Alle Anleihen mit über sechs Monaten Laufzeiten brauchen ja nicht mehr getilgt zu werden.
Da die Banken dann auch Kredite ohne Ende vergeben würden, käme es zum größten Wirtschaftsboom aller Zeiten. Leider auch zum Letzten… Jedenfalls würden alle Menschen einkaufen, ohne auf’s Geld zu achten. Sogar der Tourismus würde boomen. Denn viele Menschen würden noch einmal nach Venedig reisen wollen und sorgen so für ausgelastete Hotels. Andere Menschen nehmen das geflügelte Wort: „Neapel sehen und sterben“ wörtlich und reisen dorthin, um ihre letzten Tage in Neapel zu verbringen.
Laut Spiegel Online wäre die Finanzkrise damit auf jeden Fall vom Tisch – selbst wenn es nach dem 21. Dezember weiter geht und sich das errechnete Datum als Irrtum herausgestellt hat.
Denn das „Daraufhin leben“ auf den Weltuntergang beschert uns allen einen nie gekannten Wirtschaftsboom. Es käme zu fallenden Marktzinsen und steigendem Wachstum.
Wenn also genügend Menschen an den Weltuntergang glauben und der dann trotzdem nicht eintritt, würde das für uns alle die ultimative Lösung der Euro-Krise bedeuten.